Bahnfracht
Aufgrund der günstigen Kosten und der ökologischen Vorteile, erlebt die Fracht auf den Schienen in den letzten Jahren einen Boom. Auf dem deutschen Schienennetz transportierten die Eisenbahnunternehmen 2008 etwa 361,1 Millionen Tonnen Güter. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entspricht das im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 4,3 Prozent. Auch die durchschnittliche Versandweite pro Tonne war 2007 mit 317,4 Kilometern so hoch wie nie zuvor. Mit dieser Bilanz übertrifft der Eisenbahngüterverkehr bereits im zweiten Jahr in Folge die alte Höchstmarke von 1990. Vor allem der sogenannte kombinierte Verkehr hat stark zugenommen.
Dabei wird der Container vom LKW auf die Bahn geladen und anschließend wieder von der Bahn auf einen LKW. Beim kombinierten Ladungsverkehr spielen Terminals als Schnittpunkte des kombinierten Verkehrs eine wichtige Rolle. In den Terminals werden nicht nur die Güter Geladen und Entladen, sondern sie dienen oftmals auch der Zwischenlagerung oder als Service- und Reparaturstelle unterschiedlicher Transportmittel.
Die Rollende Landstraße (kurz RoLa) ist ein Transportsystem für den begleiteten kombinierten Verkehr auf der Schiene bzw. ein spezieller Zug, bei dem komplette Lastwagen bzw. Sattelzüge per Bahn befördert werden. Die Fahrer sind während der Fahrt in zusätzlich angehängten Begleitwagen (Sitz- oder Liegewagen) untergebracht. An den Endpunkten der Verbindungen befinden sich spezielle Laderampen, um die LKW einfach be- und entladen zu können. In der Schweiz wird die Abkürzung RoLa vermehrt mit Rollende Autobahn gleichgesetzt.
Die Vorteile der „RoLa“ sind sowohl ökonomischer als auch ökologischer Natur: der Spediteur spart Treibstoff, Mautgebühren, Zeitverluste durch Staus und Betriebskilometer bei seinen Fahrzeugen, und die Fahrer können die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten, ohne den Transport unterbrechen zu müssen. Oftmals müssen zudem Einschränkungen, wie etwa Nacht- oder Wochenendfahrverbote beim Vor- und Nachlauf, nicht beachtet werden.
Die Frachtführer kritisieren an dieser Einrichtung jedoch, neben den anfallenden Kosten, die Abhängigkeit von Fahrplänen sowie die langen Verladezeiten.